
Die entdeckung
der einsamkeit
Eine interdisziplinäre Lesung mit Musik
Einsamkeit ist ein Gefühl, das jeder kennt – und doch oft nicht beim Namen nennt. Sie ist diffus, still, manchmal lähmend. In einer Gesellschaft, die permanent verbunden scheint, breitet sich dieses Gefühl zunehmend aus: unter jungen Menschen ebenso wie unter älteren, in Großstädten wie auf dem Land. Einsamkeit ist längst kein individuelles Problem mehr, sondern eine soziale Realität mit gravierenden Folgen für Gesundheit, Miteinander und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
In einer interdisziplinären Lesung mit Musik beschäftigt sich die Sängerin Julia Ehninger mit der wachsenden Einsamkeit in unserer Gesellschaft. Eine beunruhigende Entwicklung, zu der sie mit ihren Kolleg:innen Jonas Schneider (Texte, Konzeption) und Luise Kinner (gesprochenes Wort) aber humorvolle Zugänge findet. Die Texte erzählen von absurden, berührenden und wütenden Momenten aus dem Inneren der Einsamkeit – und von dem Versuch, sie zu verstehen. Die mal fröhlichen, mal wütenden, mal skurrilen Stimmen aus der Einsamkeit kreisen dabei sowohl um das „Gefühl, das kein Schauspieler darstellen kann“ (Manoj Bajpayee), als auch um seine wissenschaftliche Erforschung, die es vom Alleinsein abgrenzt. Die musikalischen Interventionen – gemeinsam mit Florian Herzog (Bass, Synthesizer) und Jan Philipp (Schlagzeug) – spielen mit elektronischer Jazz- und Popmusik und machen das Gefühl der Einsamkeit unmittelbar erfahrbar. So entsteht ein vielschichtiges Konzert-Erlebnis über eines der drängendsten Gefühle unserer Zeit.
Besetzung:
Luise Kinner (gesprochenes Wort)
Julia Ehninger (Gesang, Electronics)
Florian Herzog (Bass, Synthesizer)
Jan Philipp (Schlagzeug)
Jonas Schneider (Konzeption, Texte)
Julia Ehninger (Konzeption, Musik)